Grünschnitt entsorgen, warum eigentlich?

Alle Jahre wieder fällt im Herbst oder Frühjahr Grünschnitt und Laub an.  Entsorgt Ihr (immer noch) oder recycelt Ihr schon?

Ich möchte Euch mal ein paar Alternativen vorschlagen:

Gestapelter Schutzraum für Piepser und andere Mitbewohner. Das sind fast alles nur Rosenäste und einige Weinranken. Entsorgen, warum?

Wertvolle Rohstoffe und Material für Lebensräume

Wir gärtnern nach dem Motto: Alles was im Garten wächst, bleibt auch im Garten. Das ist nicht immer ganz einfach wenn der Garten z.B. umgestaltet wird, aber es geht.

Gehölzschnitt

Eine absolut tolle Sache ist eine Benjes-Universalhecke für Grünschnitt und Kompostierung, wem der Platz fehlt, der kann auch einfach eine Ecke mit Gehölz aufstapeln. Es gibt unglaublich viele Nützlinge und Co, die dort einziehen werden.

Lust auf mehr Infos?

Jetzt kommen wir zu dem heiklen Thema: Rasenschnitt

Ich könnte jedes Mal Amok laufen wenn ich am Betriebshof sehe wie die Leute ihren Rasenschnitt in – den normalen, blauen- Müllsäcken ankarren (das machen die mit dem Laub im Herbst übrigens auch). Nicht nur, dass das unnötiger Plastikmüll ist, Rasenschnitt ist ein wertvoller Mulch fürs Beet, aber das weiß irgendwie keiner. Die paar Leute, die den doch Kompostieren, schmeißen ihn pur, ungetrocknet und dick auf den Kompost und wundern sich warum das stinkt oder sogar brennt. Das muss doch echt nicht sein oder?

Rasenschnitt richtig kompostieren, so gehts:

In dem Artikel wird übrigens auch ein Gartenabfallsack erwähnt. Eine sehr lohnenswerte Investition, die hilft Kunststoffmüll zu sparen. Ich habe mir gerade ein faltbares 2-er Set fürs Auto gekauft. Superpraktisch und unendlich nutzbar 😉

Wer nicht auf seinen Rasen verzichten möchte, für den habe ich noch einen heißen Tipp:

Besorgt Euch einen Mulchmäher und macht Euch mal kundig, ob man Euren Mäher umrüsten kann. Als wir noch den großen Garten mit viel Rasenfläche hatten, mussten wir zwar einmal häufiger mähen, aber der Rasenschnitt blieb als Dünger und Mulch einfach liegen.

Das Prinzip eines Mulchmähers

Und noch ein Vorschlag:

Angetrockneter Rasenschnitt kann als Mulch für Beete genutzt werden. Wie das geht?

Ganz einfach, man muss es nur richtig machen!

Notfalltipp: Zwischenkompostierung

Unser Kräutergarten war eine Rasenfläche. Die Grassonden mussten raus, weil sie zu nährstoffreich und – muss ich ehrlich schreiben- lästig sind. Es sind aber Nährstoffe und da wir unseren Komposter noch nicht aufgebaut haben, schlage ich einfach zwei Fliegen mit einer Klappe. Das Unkrautvlies verhindert, dass nach dem Umgraben wieder etwas Neues wächst und die Grassonden trocknen darauf munter vor sich hin. Wertvolle Rohstoffe fürs Gemüsebeet und den Komposter für die nächste Gartensaison 😉 Das Beet ist in einigen Wochen bereit zum Bepflanzen und dann wandern die Sonden auch in den Komposter.

Es gibt pflanzliche Rückstände, die möchte man einfach nur noch aus dem Garten befördern. Bei uns sind es aktuell mehrere Säcke voller Ackerwindenwurzeln. Ich lagere sie momentan in den Abfallsäcken in der Sonne und trockne sie. Die sollte man nur kompostieren wenn die 100% trocken sind und tot sind!

Laub

Laub ist einer der wichtigsten Rohstoffe überhaupt. Jedes Jahr im Herbst fange ich an es von der Straße zu retten. Damit packe ich nicht nur meine empfindlicheren Pflanzen ein, damit schaffe ich auch tolle Überwinterungsmöglichkeiten für Nützlinge und die brauchen wir ja eigentlich dringend oder?

Laub kann man im Frühjahr prima mit dem Rasenmäher kleinschreddern und als nährstoffreichen Mulch verwenden. Wer da noch welchen kauft, ist selber Schuld!

Haufenweise Gemütlichkeit zum Nachlesen

In diesem Sinne versucht es doch einfach mal mit: #wildundwunderbar!

Bleibt gesund!

Eure Melanie