DIY- Nützlingshotel

Material:
3- 4 Europaletten
Material zum Ausrichten: Kies, Pflastersteine oder ähnliches
Dachpappe (oder anderes Material zum Abdecken z.B. auch: Alte Dachziegel)
Lange Schrauben
4 Winkel
Material zum Befüllen

Anmerkung: Wenn Ihr es noch ausführlicher und komfortabler machen möchtet, dann müsste der Boden unter dem Haus auf 50 cm ausgekoffert drainagiert und mit Holz oder Steinen befüllt werden.
Unser Blumenbett im Kräutergarten ist so angelegt worden, am Biotop war das jetzt zu aufwändig.

Falls Ihr Euch diesbezüglich einlesen möchtet, klickt hier: Wir bauen eine Eidechsenburg!

Falls Ihr manuell nachlesen möchtet, dann kann ich Euch das Buch: Haufenweise Lebensräume empfehlen.


Und so gehts:

Die unterste Palette ist die Wichtigste. Sie muss stabil und unbedingt so gerade wie möglich ausgerichtet werden, weil das ganze „Hotel“ sonst schief wird. Unsere steht auf gewachsenem Boden und wurde nur mit Pflastersteinen stabilisiert. Achso: Mit einem Gummihammer kann man den ein oder anderen Höhenunterschied etwas weghämmern.

Eine Palette wird mittig geteilt. Die größere kommt nach vorne, die kleine nach hinten, damit bildet sich automatisch eine Schräge fürs Dach mit Gefälle. Wir haben die vordere mit den „Füßen“ nach außen und etwas nach innen gestellt. Die hintere steht mit der Holzseite nach außen. Bündig (siehe nächstes Foto).

Die nächste Palette wird umgedreht und mit den Füßen nach oben aufs Dach gelegt. Wir hatten noch eine Palette über, die wir längs halb durchgesägt haben und mit auf das Dach aufgelegt haben. Dadurch entstand auch ein seitliches Gefälle. Muss aber nicht sein 😉
Die Paletten werden mit den Schrauben und den Winkeln befestigt und danach die Teerpappe bis zum Boden über dem Hotel befestigt.

Das sieht dann so aus! Fertig zum Befüllen!

Das Befüllen

Als wir es geplant haben, sollte es ein Universal-Nützlings- und Bienenhotel werden. Wir bekommen aber – dank eines Sponsors- im Frühjahr Eichensteelen als Wildbienenhotels (ich berichte) und somit habe ich mich entschieden die Unterkunft in ein Totholz-Hotel umzuwandeln.

Wir haben sehr viele Amphibien und Co am Teich und damit die Herrschaften nicht so weit hüpfen, kreuchen oder fleuchen müssen um zu Überwintern, war das der Grund für diese Entscheidung.

Die unterste Etage quasi der Keller wurde mit 4 Schubkarren voller Laub befüllt. Damit keine größeren Räuber hineingelangen, habe ich die Eingänge mit Klingersteinen verkleinert.

Die vordere Seite wurde mit Gehölzschnitt a la Benjeshecke aufgefüllt.

Ich habe mir etwas Gedanken über das Befüllen gemacht. Wir haben zwar ein Totholzlager, dass wir „räubern“ konnten, aber auch da wohnten ja schon Untermieter, die wir eigentlich ungerne stören wollten.
Der Zufall kam uns zu Hilfe und ein Nachbar hat seinen alten Apfelbaum gefällt. Ich habe ihn gefragt, ob wir das Holz nutzen können und Tata…Fertig!

Es ist so einfach etwas für die Tiere zu machen, man muss es einfach nur: Machen!

Als unser neuer Vorstand mich gefragt hat, ob ich Lust hätte sowas zu Bauen, war ich stolz und sehr glücklich, dass die sich überhaupt für solche Themen interessieren. Es hat mir unendlich viel Spaß gemacht das Holz heranzusschleppen.

Damit auch die anderen Mitschrebergärtner wissen, warum das Hotel da steht, habe ich geeignetes Informationsmaterial gesucht. Wir sind seit kurzem auch ein „Hortus“ und ein anderes Mitglied hat eine ganz tolle Minitipp- Broschüre, die demnächst in unseren Schaukasten wandern wird.

Hortus-Minitippbroschüre

Mein Beitrag wurde auch veröffentlicht bei:
www.wildbienenwelt.de/ein-hotel-fuer-tiere

Dankeschön! 😉

Ich freue mich schon auf die nächsten Projekte und auf das nächste Gartenjahr 😉

LG Eure Melanie (im Glück)