Buchtipps zum Thema: Permakultur

[Unbezahlter Beitrag]

Ich weiß nicht, wie Ihr zu dem Thema: Permakultur steht und ob Ihr Euch schon genauer damit beschäftigt habt?

Was genau ist eigentlich Permakultur?

So weit so gut, aber wie genau macht man das eigentlich?

Buchtipp Nummer 1: Die Einsteiger-Variante
(Buchtipp Nummer 2: Das Buch für Fortgeschrittene findet Ihr weiter unten oder: Hier!)

Autor: Robert Elger

80 Seiten,

zahlreiche Abbildungen

Softcover 183 x 225 mm

ISBN 978-3-95843-580-3

Preis: 9,99 €

Weitere Infos unter: Heel Verlag

Inhaltsverzeichnis:


Im ersten Kapitel wird beschrieben, was genau Permakultur ist und welche Vorteile es bringt, mit der Natur zu gärtnern, anstatt dagegen.

Zwei Umweltschützer aus Australien haben 1970 diese nachhaltige Methode nach dem Vorbild der Wälder entwickelt. Im Wald wird nichts auch verschwendet, alles recycelt und alles ergänzt sich untereinander. Klingt gut, ist es auch 😉

Es gibt 3 einfache Schlüssel zum Permakultur-Erfolg

Warum sollte der Boden niemals unbedeckt bleiben?

Wie jetzt, man muss den Boden eigentlich gar nicht umgraben?

Man kann wirklich fast alles im Garten recyceln?

Die Antworten sind ganz einfach und natürlich im Buch zu finden!

 

Welche Pflanzen kann man Anbauen?

Ob Ihr es glaubt oder nicht! Ich habe mich sehr, sehr gefreut, dass in diesem Buch auch alte Gemüsesorten aufgeführt sind, besonders mein „Herzblatt“ der Gute Heinrich. Wir essen ihn zwar nicht, aber wenn man überlegt, dass er eine uralte Gemüsesorte ist und inzwischen auf der Roten Liste steht, dann freut es einen, wenn man ein Buch entdeckt indem er erwähnt wird.

Aber nicht nur er wird erwähnt. Kardone kannte ich übrigens bisher auch noch nicht und die Melde, die in unserem Garten aufläuft, darf jetzt auch bleiben. Alle Pflanzenlisten sind sehr umfangreich und ausführlich!

Wie bepflanzt man einen Permakulturgarten?

Es gibt traditionelle Gärten, weniger traditionelle (ich würde unseren als einen bezeichnen), es gibt Hügelbeete, Kräuterspiralen, Hochbeete, Lasagne-Beete und Anbaukarrees.

Es gibt viele Möglichkeiten einen Permakultur-Garten anzulegen. Gut zu wissen, oder?

Weitere Themen:

– Geld sparen mit eigenen Aussaten und Nachzuchten

– Oberflächenkompostierung (Das ist die Methode, die die Nachbarn zum Kopfschütteln aufmuntert, weil lauter Grünzeugs kleingeschnitten direkt auf dem Beet herumliegt. Nein, die Gärtnerin ist nicht zu faul die auf den Kompost zu tragen ;-))
– Direktaussat oder Vorzucht
– Ernten
– Der Garten im Winter
– Vorbereitungen fürs kommende Jahr

Zwölf Monate Permakultur

Zum Kreislauf gehört auch die Pflege des Gartens im Winter. In dem Kalender im Buch findet Ihr alles, was monatlich in den Gärten anfällt und was Ihr erledigen könnt. Es ist eine sehr umfangreiche Checkliste, die hilft nichts zu vergessen.

Mein Fazit:

Das Buch ist ein perfekt für Einsteiger, die sich langsam mit dem Thema Permakultur beschäftigen und einarbeiten möchten. Es sind sehr viele hilfreiche Praxistipps vorhanden und der Kalender schubst einen auf den richtigen Weg.

 

Buchtipp 2: Permakultur – Immerwährender Kalender

Die Variante für Fortgeschrittene!

Autor: Robert Elger

Permakultur – Immerwährender Gartenkalender

120 Seiten

Paperback, 183 x 225 mm

ISBN 978-3-95843-950-4

Preis: 12,99€

Weitere Infos unter: Heel-Verlag

 

Inhaltsverzeichnis:

Anders als bei Buchtipp Nummer 1 vertieft dieses Buch die Themen und geht noch mehr ins Detail und ist somit auch für Permakultur-Fortgeschrittene geeignet, die schon etwas Erfahrungen gesammelt haben.

Permakultur- ein Garten oder mehrere Gärten

In diesem Kapitel findet Ihr eine ausführliche Planungshilfe.

Was für einen Boden habt ihr, In welcher Klimazone befindet Ihr Euch, was genau möchtet Ihr anlegen (Gemüsegarten, Kräutergarten, Obstgarten usw.)?

Danach wird ausführlich beschrieben, was wann und wie in welchem Garten gesät, gepflanzt oder geerntet wird und worauf Ihr achten solltet. Es gibt auch wieder Pflanztipps von alten Gemüsearten wie: Knolliger Kälberkropf, Knollenziest oder auch Yacon werden erwähnt.

Auch das Thema F1-Hybriden wird erwähnt (was ich persönlich sehr wichtig finde, die braucht man in einem Permakultur-Garten eigentlich nicht…)

Ich bin wirklich begeistert wie umfangreich die Listen sind. Ich bin ja Raritätensammlerin und demensprechend lese ich oft und immer wieder die gleichen Pflanzentipps ohne Überraschungen. Beide Bücher sind da wirklich top.

Leider fehlen manchmal die botanischen Bezeichnungen und das finde ich etwa schade. Ich weiß nicht ob Ihr wisst, was ein Riesenlöwenzahn (siehe Foto unten) ist?

Die Puntarelle sieht wirklich aus wie ein großer Löwenzahn und schmeckt…aber lest selber:

Heute gibts Löwenzahn

Ich kenne den auch nur, weil mir der im Supermarkt mal zwischen die Finger geraten ist 😉

Der Kalender ist einfach nur klasse! Die Checklisten für jeden Monate sind umfangreich und lassen jede Menge Platz für Notizen. Es gibt viele Tipps, die man so vielleicht gar nicht umgesetzt hätte.

Zur Permakultur und der Selbstversorgung gehören natürlich auch Hühner und Bienen.

Beides ist natürlich auch ausführlich beschrieben (siehe Inhaltsverzeichnis), wobei die beiden Punkte für uns Schrebergärtner aus Platzgründen ausfallen.

Einen Kritikpunkt habe ich aber!

Überall wird über das Bienensterben berichtet und dabei geht es nicht um die Honigbiene, ganz im Gegenteil. In beiden Büchern werden leider Wildbienen und Hummel weder erwähnt noch darauf hingewiesen, dass die u.a. offenen Boden brauchen um sich vermehren zu können. Ich weiß, dass es nicht dem Permakultur-Gedanken entspricht, aber wir brauchen nicht noch mehr Hobbyimker (was im Buch empfohlen wird) wir brauchen noch mehr Wildbienen-Retter.

Warum die Honigbiene die Wildbienen gefährdet, könnt Ihr hier Nachlesen!

Ich habe das Problem gelöst indem ich einfach unseren Kräutergarten als „offenen“ Boden anbiete. Es sind Kleinigkeiten, die Lebensräume schaffen 😉

So! Wenn Ihr wirklich bis hier gelesen haben sollte, dann danke ich Euch für die Aufmerksamkeit. Beide Bücher sind toll und eigenen sich auch prima als Geschenk oder MItbringsel für Grüne Daumen oder die, die das noch werden möchten.

Ich verbleibe einfach mal mit dem Satz:

Wenn alle wüssten wie einfach Permakultur ist, dann würden alle so gärtnern 😉

Eure Melanie