Interview bei NaturaDB

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NaturaDB Gründer

👨‍🌾 👩‍🌾 Gärtner & Gärtnerinnen und ihre Gärten (in den sozialen Medien)

9 Fragen an Melanie von „Das Grüne Netzwerk“

Melanie

Wer bist du und woher kennt man dich? 

Ich heiße Melanie Schellack, Best Agerin aus Duisburg und bin: Das Grüne Netzwerk

Ich schreibe seit 2012 auf meinem – werbefreien und das bleibt auch so – Hobbyblog über das, was wir in unserem Schrebergarten so anstellen. Manchmal gibt es auch Rezepte und kleine Einblicke zu Themen, die mir noch sehr wichtig sind u.a. die Themen: Langzeitauto, Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, DIY und Ressourcen schonen.

Mein Blogmotto lautet: Vielfalt statt Einfalt

Ich würde mich eher als eine Sinnfluenzerin bezeichnen und man findet mich natürlich auch auf Insta und Facebook! Mir folgen auf beiden Plattformen inzwischen fast 7000 Personen und darauf bin ich echt stolz! Ich habe viele sehr treue Fans, die mir schon seit Jahren folgen und mit denen ich mich regelmäßig austausche und treffe.

Wo gärtnerst du?

Ich bin eigentlich ehemalige Exotengärtnerin und es gibt kaum Pflanzen, die ich noch nicht besessen oder selber gezogen habe. Einige begleiten mich schon jahrzehntelang! Ich bin 2015 vom kalten Owl nach Duisburg emigriert! Der Liebe wegen. ❤️

Ich hatte beim Umzug damit gerechnet nie wieder in einem Garten „arbeiten“ zu dürfen, aber der Zufall hat uns plötzlich und ziemlich spontan zu Schrebergärtnern gemacht! 

Einer lieben Pflanzenfreundin sei Dank! 

Unsere Garten-Vorgängerin war eine etwas chaotische Kräuterhexe und es war spannend zu erkunden, was dort alles für Pflanzen wuchsen. Vollkommen neuer Schwerpunkt, aber absolut faszinierend! 

Der damalige Vorstand hat mir eine Ausbildung zum Fachberater für Kleingärten ermöglicht, die ich 2017 erfolgreich abgeschlossen habe. Das hat für etwas Ordnung im Hexengarten und mehr Überblick gesorgt. Nach 5 Jahren übergaben wir den Garten an neue Pächter, weil der Zufall uns wieder überrascht hatte. Dieses Mal dank eines Friseurbesuches! 

Uns wurde ein Schrebergarten (2020) angeboten, den keiner haben wollte, weil er ziemlich verwildert und vernachlässigt war! Unser neues, grünes Zuhause ist 238 qm groß und für uns jetzt „umme Ecke“ und fußläufig zu erreichen. Das war bei dem alten leider nicht der Fall. 

Wie kommt dein Naturgarten beim Vorstand des KGV an?

Also als allererstes waren sie froh, dass sie einen neuen Pächter gefunden haben, der den Garten überhaupt übernehmen wollte! 

Von Januar bis Mai 2020 hing ich fast nur kopfüber in den Beeten und im „Unkraut“ und habe gebuddelt, Ackerwinden und Grassoden entfernt, Platten hochgenommen und neu verlegt, vorbereitet und geplant und deshalb konnten wir im Frühjahr ziemlich erfolgreich und schnell mit über 80% unserer Pflanzen aus dem anderen Schrebergarten umziehen! 

Der neue Vorstand hat mich schon im ersten Jahr angesprochen ob ich vielleicht Lust hätte ein Nützlingshotel an unserem Biotop aufzustellen und inzwischen darf ich den Grünstreifen, pflegeleicht und insektenfreundlich umgestalten! Dort ist jetzt ein auch ein blühender Bienengarten entstanden!

Ich bin offiziell auch wieder als Fachberaterin für unseren Kgv tätig! 

Dein Garten ist nach dem 3-Zonen Konzept eines Hortus angelegt – wie einfach konntest du das Prinzip in deinem Schrebergarten umsetzen – und wie lange hat es gebraucht?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Konzept nicht kannte, als ich den Garten geplant habe. Ich dachte eher daran einen Vielfaltsgarten zu gestalten, weil wir relativ schnell entschieden hatten, dass wir fast alle unsere Pflanzen mitnehmen (hat auch etwas mit der Bewertung für die Übergabe zu tun, Pflanzen haben kaum einen Wert). Es war allerdings das Verrückteste, was wir bisher gemacht haben und ich glaube, so schnell hat noch nie jemand einen Schrebergarten vollgepflanzt! 

Als dann immer mehr Nachbarn neugierig wurden und Nachfragen kamen, was ich da – jetzt schon wieder anstelle, wie die oder die Pflanze heißt und warum ich sie bei uns wachsen, habe ich nach einem erklärenden Schild gesucht und durch Zufall das Hortusnetzwerk entdeckt. 

Nachdem ich mir das Buch vom Hortusgründer durchgelesen hatte, wusste ich: Ey, das passt bei uns perfekt! 

Hast du Probleme mit Nachbarn? Wie begegnest du ihnen?

Es gibt immer Menschen, die einen nicht mögen, aber die anderen halten mich für: Faul, Verfressen, „Wissend“ und total (Garten-)Verrückt! 

Ich glaube, das trifft es eigentlich perfekt!  

Unsere direkten Nachbarn sind beide über 80 und sie stellt ganz oft Fragen zu unseren Pflanzen! Von der Artischocke war sie so begeistert, dass sie die von ihrer Seite aus ihren Gästen zeigt! Sie probiert auch manche Sachen von mir und war total begeistert, als ich ihr unsere Babymolche gezeigt habe. Seitdem gärtnert sie vorsichtig und ruft mich jedes Mal, wenn sie einen neuen Gartenmitbewohner bei sich entdeckt! 

Viele Nachbarn fragen auch manchmal direkt nach Pflanzen, Ablegern und Samen, ich verschenke oft welche! So kommt man ins Gespräch und für den Kompost sind die Pflanzen auch wirklich zu schade. 

Worauf bist du in deinem Garten am meisten stolz?

Auf eigentlich alles! Er ist jetzt fast perfekt für uns! Die Pflanzen fühlen sich wohl, einige Exoten auch, die Gartenmitbewohner werden auch nach und nach mehr und wir können immer autofrei dort hinspazieren! 

Besondere Freude macht mir aber unser Blumenbett mit Überwinterungskeller. Sowas wollte ich schon immer machen! 

Was ist deine absolute Lieblingspflanze und warum? 

Ich habe einige Pflanzen, die mich schon jahrzehntelang begleiten, aber von allen Exoten, die mir geblieben sind, hänge ich am meisten an meiner Sikkimensis Red Tiger!

Die Mutterpflanze wuchs schon in meinem ehemaligen Garten und war dreistämmig! Inzwischen ist es sozusagen das Enkelkind, was noch bei uns ist und was uns jeden Sommer etwas mediterranes Feeling im Schrebergarten schenkt!

Wir pflanzen sie im Frühjahr immer direkt in den Schrebergarten und Buddeln sie im Herbst wieder aus! Sie wird frostfrei und hell überwintert, weil das für uns einfacher ist als sie dick einzumummeln. Ohne Banane ist der Sommer nur halb so schön!

Impression aus dem Garten von Melanie

Was für ein Gartenprojekt hast du 2023 vor?

Wir wollen unseren Gartenweg umgestalten! Fugenkratzen ist etwas was ich schon seit der Kindheit als deutsches Spießertum eingestuft habe und da wir beide nicht mehr jung sondern mittelalt sind und man nicht weiß wie lange wir fit bleiben, sollen die Waschbetonplatten „umgelegt“ werden und ein rollator- und rollstuhlfreundlicher Weg mit vielen Ziegelsteinen und trittfesten Stauden angelegt werden. Ich muss ja nicht erwähnen, dass wir den auch schon im alten Schrebergarten hatten und die Pflanzen auch.

Wofür verwendest du NaturaDB?

Ich bin Netzwerkerin und finde es gut, wenn jemand die Informationen liefert, die ich gerne anbieten würde, aber nicht parat habe und außerdem ist Teilen etwas, was man viel öfters machen sollte! Dafür gibt’s doch das Internet, oder? 😉

Hier ein paar Impressionen aus Melanie’s Garten:

Impression aus dem Garten von Melanie
Impression aus dem Garten von Melanie
Impression aus dem Garten von Melanie
Impression aus dem Garten von Melanie

Besucht doch gern einmal Melanie’s Blog:

dasgruenenetzwerk.de

 Anmerkung: Dieses Interview ist im Newsletter veröffentlicht worden! Alle Infos zur Webseite und zu den Social-Media Profilen, findet Ihr unter diesem Text! Unbezahlte Werbung!

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