Team: Langzeitauto

Unbezahlte Empfehlung aus Überzeugung!

Text/Quelle: Langzeitauto.eu

Eine Positionierung.

Überall entstehen ReparaturCafes, Initiativen zum Längertragen von Klamotten, etc. zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Und für Autos soll das nicht gelten? Angesichts 70% der Gesamtenergieblianz des Durchnittsautos zur Herstellung mit Rohstoffgewinnung, Energie, Transport und die dadurch erzeugte Umweltverschmutzung finden wir es nicht richtig, ältere Wagen durch Steuererhöhungen und Fahrverbote vorzeitig auszusortieren, zu verschrotten oder ohne Katalysator in Schwellenländer zu exportieren.“

Mir liegt dieses Thema schon sehr lange auf dem Herzen! Warum?

Ich habe mit 16 meinen ersten Führerschein 1b (Stufenführerschein für Zweiräder beschränkt auf 80ccm) gemacht. Für mich war das die einzige Möglichkeit auf dem Land mobil und unabhängig zu sein und natürlich habe ich mit 18 auch den Autoführerschein (und 1a) gemacht und mir einen vierrädrigen Untersatz besorgt. Es war ein VW Derby mit großem Unfallschaden, repariert, aber der war nichts für die Ewigkeit!

Danach kamen noch etliche andere Autos, aber wir haben sie meistens erst verkauft, wenn der „TÜV“ uns geschieden hat! Mein treuestes und ältestes Familienmitglied befindet sich seit 1998 in unserem Besitz und wurde aktiv als Mamataxi, Familenurlaubsfahrzeug und Lastenesel genutzt und schlummert seit 2011 in einer Scheune. Im Juni 2022 wird er endlich 30 Jahre alt. Aus aktuellem Anlass wird er wohl noch etwas länger schlummern, aber er läuft nicht weg!


Seit 2012 eingemottet! Abwrackprämie überlebt!

Und was ist das jetzt für eine Gruppe?

Zitat: „Daher ist Langzeitauto keine klassische Oldtimergruppe: Es geht gerade um das Längernutzen von Alltagsautos, gerne mit klimaneutralen Kraftstoffen, die hoffentlich kommen werden. Auch E-Autos dürfen gerne Langzeitautos sein oder noch werden. Daher sind wir vornehmlich und ganz deutlich für das „Länger nutzen können“ von unserem Altblech.“

Alles Umweltsäue?

Mein neues/altes Familienmitglied ist von 1997, hat knapp über 102.000 km auf dem Tacho und stand einmalig beim Autohändler auf dem Hof, weil ich einen Schlüssel anlernen lassen musste. Kosten: 56 Euro! Bis zur letzten HU ungeschweißt und jetzt mit dem ersten Blech unterwegs!

Wir müssen ganz schnell aus dieser Schublade heraus! Es geht nicht darum, dass wir an unseren Verbrennern hängen und alles andere ablehnen. Natürlich hängt man an einem Fahrzeug, dass einen treu und jahrzehntelang begleitet und das man selber mit Blut und Schweiß repariert hat. Aber man hat es repariert und das ist der beste Weg um Recoucen zu schonen und etwas für das Klima zu machen!

Meiner Meinung nach brauchen wir vernünftige Lösungen für eine Verkehrswende!

Wir brauchen eine langfristig, sinnvolle Mobilität für alle! Und da viele jüngere Menschen sowieso nicht mehr zwingend den Bezug zu Fahrzeugen haben, werden sich die Zulassungszahlen sowieso verringern. Lohnt es sich wirklich unglaubliche Summen in den Ausbau zum Beispiel für Ladestationen zu stecken, wenn wir allgemein weniger Autos auf den Straßen haben sollten?

Alles efuel oder was?

Zitat: Für Oldtimer scheint dank guter Arbeit des Deuvet und des parlamentarischen Arbeitskreis historische Mobilität deren Zukunft recht sicher, für ältere Gebrauchte und Youngtimer leider (noch) nicht.Wir wollen unsere Autos weiterfahren – am Besten klimaneutral mit E-Fuels.

Es gibt inzwischen zahlreiche Berichte über die Co2 Bilanz alter Autos! Fahrzeuge, die schon über 20 Jahre alt sind und gut gepflegt sind, haben gute Aussichten bei guter Pflege auch noch älter zu werden. Viele sind absolut noch alltagstauglich und viel zu schade um verschrottet zu werden!

Apropos Abwrackprämie!
Das einzige Ziel dieser Prämie war es die Automobilindustrie zu fördern und dem Staat durch die eingenommene Mehrwertsteuer vollere Kassen zu beschweren. Wenn das Geld in den Ausbau des öffentlich Nahverkehrs geflossen wäre, dann hätte man das vielleicht noch irgendwie logisch gegenrechnen können! Das ist aber nicht passiert! Stattdessen wurden kleine Werkstätten vom Markt verdrängt und die Wartungskosten der Autos sind gestiegen. Ersatzteile austauschen?

Langweilig, es gibt doch jetzt: Baugruppen! Werden die eigentlich recycelt und was bringt es wenn unsere Autos exportiert werden und woanders weiter herumfahren? Die Rohstoffe dieser Fahrzeuge kommen manchmal zu uns zurück und müssen teuer bezahlt werden.

Damit meine ich nicht nur in Euro sondern auch die Umweltverschmutzung die in anderen Ländern entsteht! Aber man sieht das ja nicht mehr….von daher ist es schon ok!? Wenn wir für seltene Erden woanders die Umwelt zerstören lassen, dann ist das trotzdem noch gut für das Klima?

Zitat:

Ein Wort zu Young- und Oldtimern:Bei denen taten die Zweit, Dritt- und Vierthalter genau das, was wir gerne künftig wollen:Die Wagen im kritischen Alter von 13-20 Jahren eben nicht bei kleinen Defekten weggeworfen, sondern repariert und behalten zu haben – meist lange, bevor sie in das Interesse von Sammlern gekommen sind.

Daher sehen wir Oldtimer hier sehr gerne und haben entsprechend selbst solche Fahrzeuge.

Es ist viel zu umfangreich dieses Thema komplett in einem Beitrag zu erfassen, aber vielleicht habt Ihr jetzt Lust bekommen auch mitzumachen und zu zeigen, dass das Team Langzeitauto eine große Fangemeinschaft hat, dann klickt in die Facebookgruppe oder wenn Ihr mögt, markiert Eure Langzeitautos auch bei Instagram per # 😉


LG Eure Melanie


Team: Langzeitauto

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