(Chaos-)Gartentagebuch Juni 2018

Irgendwie boykottiert immer jemand meine Gartensaison! Nachdem im Dezember für 11 Tage die Heizung (für 92 Parteien) ausgefallen ist und meine – superschöne bisherige -Wohnung von einem Dachschaden (das Wasser ist in 3 Räumen von der Decke heruntergelaufen) heimgesucht wurde und mein Vermieter (eine große Wohnungsgesellschaft) meinte absolut nichts gegen den Schimmel an den Wänden unternehmen zu müssen, habe ich durch Zufall eine nette, kleinere Wohnung mit größerem Südbalkon in gefunden und ziehe jetzt im Juni und Juli um. Auf der Arbeit gibt es auch wieder viel mehr zu erledigen als mir lieb ist, also schiebt man eben Sonderschichten. Deshalb musste – wie schon letztes Jahr- der Garten etwas auf meine Pflege verzichten. Trotzdem gibts ein kurzes Update:

Neuer Balkon, alte Pflanzen und noch jede Menge Platz. Das qird noch voller 😉

Unser Beet ist dieses Jahr noch etwas verwaist. Dafür treiben die Indianerbananen (hinten am Häuschen), die Jostabeerenstecklinge (hinten rechts) wie blöde aus. Der rote Meier hat sich auch wieder ausgesamt und nach dem 3. Versuch mit Dirketaussaat keimen sogar endlich einige Okra. Ansonsten haben wir nur noch Zucchini und Kartoffeln im Beet. Kapuzinerkresse, Ringelblumen, wilde Rauke und Borettsch breiten sich auch gerade wieder aus, dürfen Sie 😉

Unsere schwarze Himbeere (Rubus occidentalis) fühlt sich immer wohler. Dieses Jahr hängt sie so voll, dass wir das erste Mal Marmelade machen können (es sei denn ich futtere die vorher weg, weil sie so lecker sind). Vom Wuchs her ist sie brombeerartig (und fies bedornt) vom Geschmack her:Feste Himbeere mit sehr aromatischem Geschmack. Lohnt sich!

Mal wieder hat mein Chaos zugeschlagen und ich weiß nicht mehr wo ich was gesät habe. Inwzischen habe ich wieder grob einen Überblick und teilweise sogar Schildchen aufgestellt. In unseren „Hochbeetchen“ wachsen: Zucchini, nochmal Kartoffeln, Etagenzwiebeln, wilde Rauke und Knoblauch. Die Stachelbeere (rechts unten im Bild) hängt – trotz Rückschnitt- wieder ziemlich voll und die Beeren reifen gerade. An unserer Jostahecke wuchert der Waldmeister und unser Arum italicum hat zum ersten Mal geblüht. Geruchsneutral! Wir haben Topinmabur in einem großen Mörtelkübel draußen überwintert. Bisher halten sie sich tapfer. Letztes Jahr waren sie einfach nur: mickrig!

Kann man eigentlich genug Tomaten haben? Dieses Jahr sind es irgendwie sehr viele. 8 ertauschte Sorten nicht bekannt), 3 auf einer Börse erworbene und „wilde“ im Beet. Bisher fühlen sich alle wohl und dürfen bleiben.

Unser normaler Salbei ist fast verblüht und wurde schon das erste Mal zurückgeschnitten, dafür blüht jetzt der Muskatellersalbei. Prominentester Gast ist eine schwarze Holzbiene.

Jedes Jahr schöner: Unser Drachenwurz.

Meine Lieblingspflanze: Wollziest. Je mehr man in Teilt (und in gute Hände abgibt) umso wohler fühlt der sich. Ein Hingucker im Beet und beliebt bei den Insekten.

So, das wars fürs Erste. Der nächste Monat wird ausführlicher, Versprochen!

LG aus Duisburg

Eure Melanie Schellack