Im Schrebergarten zu gärtnern ist wie ein Fitnessstudio mit Tomatenabo. Man kommt rein mit dem festen Vorsatz, nur kurz die Blumen zu gießen, und geht drei Stunden später raus. Dreckig, verschwitzt und im Besitz von 27 Zucchinis, von denen man nicht weiß, wo sie herkommen.
Der Rasen wächst dort schneller als das schlechte Gewissen, wenn man eigentlich Unkraut jäten wollte, aber stattdessen erst mal einen Klappstuhl auspackt. Kaum sitzt man, taucht Nachbar Dieter auf. Dieter weiß alles. Vor allem, dass man alles falsch macht. „Zu viel Wasser“, sagt er, während die Pflanzen eindeutig verdursten. „Zu wenig Wasser“, sagt er fünf Minuten später. Dieter hat immer recht. Vermutlich auch nachts.
Am Ende des Tages ist man stolz auf eine Karotte, die aussieht wie ein kleiner Dämon, grillt irgendwas Verbranntes und erklärt allen:
„Also früher hatte ich ja gar keinen grünen Daumen.“
Während man gleichzeitig 14 Gläser Zucchini-Chutney verschenkt, weil man sonst rechtlich als Gemüsehändler gilt.
That‘s Schrebilife 💚🪴
Ein Schrebergarten ist Glück mit Erde unter den Nägeln.🌱😊
