Winterzeit: Wachsfresserzeit (Projekt ist momentan eingestellt)

Achtung, es gibt Probleme, die erst gelöst werden müssen: Also bitte nicht Nachbauen oder nur im Freien verwenden!

Nach einigen Wochen Betrieb stellte sich ein schwarzer Belag auf den Fenstern ein. Ich war mir erst nicht sicher und schon in Panik ob das vielleicht Schwarzschimmel ist. Ist es aber nicht! Es ist Ruß, der sich auch gerne beim Naseputzen im Taschentuch widerfindet. Die Fenster sehen so aus:


Und meine Wand hat auch gelitten (ist aber nicht schlimm, ich habe mir schon eine schöne Tapete für die Ecke ausgesucht…wollte ich eh machen):

An die Wand kommt eine schöne Vliestapete und oben im Ofenrohr habe ich jetzt ein Vlies mit Aktivkohle angebracht. Das löst aber das Problem mit dem Ruß nicht!

Ich habe wirklich nicht gedacht, dass Kerzen so stark rußen. Entweder liegt es an den Dochten oder am Wachs (wovon ich stark ausgehe). Ich liebäugel momentan mit Stearin oder Bienenwachs als Ersatz, da das angeblich rußfrei verbrennt, auch Pflanzenöl ist eine Idee, aber mit dem Thema muss ich mich noch genauer beschäftigen. Wir reden alle von Feinstaub und bedenken gar nicht, was wir in unseren Wohnräumen selber produzieren. Sollten wir echt mal überdenken:

Feinstaubbelastung durch Kerzen

Ich halte Euch auf dem Laufenden 😉

Hier ging der Beitrag ursprünglich los:

Jeder kennt das Problem: Wenn dickere Kerzen heruntergebrannt sind, dann sehen sie einfach nicht mehr schön aus und wohin mit den Wachsresten?
Ich habe etwas im Netz entdeckt und nachgebaut. Es ist nicht unbedingt pflegeleicht, aber wenn es brennt, dann kommt es nah an Kaminfeuer-Feeling ran. Neugierig?

Weg mit den dicken Kerzen! Ab jetzt wird mein Kerzenständer mit Teelichtern beleuchtet.

 

Wir bauen uns einen Wachsfresser!

Beim Suchen bin ich über die üblichen Kaufobjekte auch auf der Smarticularseite gelandet!

Die Kupferrohrbögen waren schnell besorgt und den Glasfaserdocht habe ich im Internet bestellt. Leider habe ich mich mit der Dicke etwas verschätzt, so dass ich die 1 Meter doppelt ins Rohr geschoben habe. Die Metallschüssel habe ich auf dem Flohmarkt gekauft. Materialkosten bisher: 8€.


Update:

Bevor Ihr den Wachsfresser füttert, bohrt unbedingt so viele Löcher wie möglich in die Rohre. Die Dochte funktionieren nur, wenn sie warm genug sind und ausreichend mit flüssigem Wachs versorgt werden. Die äußeren beiden Dochte brennen ohne Probleme, der mittlere ist eine Nervensäge. Mit Löchern hat er auch Startprobleme, aber so bald er durchgehend warm und das Wachs geschmolzen ist, brennt er zuverlässig.

Das Auffüllen

Spannend! Ich zerkleinere die Kerzen etwas und verteile sie gleichmäßig in der Schale. Teelichter können ohne Dochte auch einfach hineingelegt werden. nach ca 3 Stunden ist die Schale so warm, dass das ganze Wachs geschmolzen ist und eine glatte Fläche ergibt.

Tipp: Wenn die Dochte zu tief im Wachs liegen, brennen sie nicht richtig. Ich habe sie mit langen Kaminzündhölzern unterlegt. Ich liebäugel noch mit feuerfesten Schaschlikspießen…..

Wichtig: Die Schale wird sehr heiß und sollte unbedingt irgendwo stehen, wo sie keinen Schaden anrichten kann. Einen Zimmerbrand möchte niemand!

Mein Wachsfresser steht sicher in einem alten Dekokamin in einer Feuerschale. Besser gehts eigentlich gar nicht!

Das Anzünden der Glasfaserdochte ist eine echte Herausforderung. Mit Streichhölzern oder Feuerzeug lässt sich so ein Glasfaserdocht nur sehr schwer entzünden. Es funktioniert ganz gut mit einer anderen Kerze!

Dafür träufelt Ihr beim Anzünden etwas Wachs auf die Dochte und legt die brennende Kerze so lange danebe, bis sie warm sind und sich bereit erklären zu brennen. Der mittlere Docht braucht unendlich lange und sehr viel Unterstützung durch tropfendes Wachs. Wer dazu keine Lust hat, wartet einfach bis das Wachs auch in der Mitte geschmolzen ist und zündet ihn dann erst an.

Update:


Nach mehreren nervigen Anzündversuchen habe ich jetzt endlich die perfekte Lösung gefunden und die lautet:

Nehmt einen Naturfaden aus z.B. aus Hanf/Jute oder Baumwolle, schneidet ein Stückchen ab und wickelt es um den Glasfaserdocht. Die Enden müssen lang genug sein und das Wachs berühren. Dann träufelt man mit der „Anmachkerze“ etwas Wachs auf den Faden und zündet ihn an. Der Faden versorgt sich und den Glasfaserdocht mit Wachs und entzündet ihn zuverlässig. Ich mache immer einen Knoten 😉

P.S: Ihr könnt auch die Dochte von den Kerzen benutzen, die in den Wachsfresser geworfen werden. Perfektes Recycling!

 

Hilfsmittel für den Betrieb:

 

Ihr benötigt: Ein Messer, eine alte Kerze zum Anzünden, ein Holzbrettchen zum Zerkleinern der Kerzen, lange Zündhölzer oder ein Feuerzeug, und ggf einen Glutlöscher. Meiner ist vom Flohmarkt und man kann ihn prima auch zum Wachstträufeln verwenden. Nicht auf dem Foto: Ein Naturfaden auf Rolle!

 

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