Unterwegs zu den Heimatgärten Duisburg

Da schreibt mich doch jemand an und ist komplett überrascht, dass ich aus Duisburg komme. Zufälligerweise „betreut“ diese Person die Heimatgärten Duisburg und da ich jede Menge Samen und einige Pflanzen über hatte, habe ich meinen Urlaubstag sinnvoll genutzt und habe mir das Projekt – welches ich schon länger bei Facebook verfolge- besucht!

Wissenswertes über die Heimatgärten!

Als halbwegs -frisch- Zugezogene möchte ich mich im Vorfeld gleich mal entschuldigen, wenn ich hier Klischees ausbreite. Hochfeld, Marxloh und Bruckhausen auch  sind Orte, bei denen man(n) oder alteingessene Duisburger nicht unbedingt „tot“ über dem Gartenzaun (wer hat den schon?) hängen möchte. Ich war ziemlich zwiegespalten, als ich hingefahren bin und kann berichten: Über den Tellerrand schauen, kann echt helfen. Am Parkplatz wurde ich von der Wiese überrascht:

Wie geht das denn? Bei uns vor der Tür wäre sowas nicht möglich, oder vielleicht doch?

 

Nach einer supernetten Begrüßung, haben wir eine Führung gemacht.

Kommt doch mit 😉

Wie jetzt, die Mieter haben hier ihre eigenen Hochbeete, das funktioniert?

 

Die Kräuter an dieser Wand haben leider den Winter nicht überlebt. Da kann man bestimmt für Ersatz sorgen 😉

WIe löst man Probleme mit Wildpinklern und Schrotties? So! Diese Wand wird wohl gerne von Jugendlichen genutzt um…Na ja! Seitdem die Ecke bepflanzt ist und Trittsteine angelegt wurden, damit man immer noch über die Mauern hüpfen kann, hat sich das Problem erledigt. Besonders schön wird es wenn der Feuerdorn demnächst an der Wand entlang wächst…

 

Wie jetzt, Ihr habt das bepflanzt und die Mieter betreuen die Pflanzen? Funktioniert!

 

Gärtnern mal anders! Irgendjemand hat da doch klammheimlich den Streifen gesäubert und den Pflanzen/Stauden Platz geschaffen. Urplötzlich sind dort auch Kartoffeln und Co aufgetaucht. Toll!

Ich habe noch einige Fotos gemacht, die ich Euch aber bewusst vorenthalten möchte. Wir haben vorhin vereinbart, dass ich im Sommer nochmal vorbei komme und sie mich im Schrebergarten besuchen, damit wird Teilen, Ausbuddeln und Plauschen können, Fortsetzung folgt also!

Mein Fazit:

Machen! Wenn man sieht wie die Probleme mit Vandalismus (gibs fast nicht mehr dort) und Müll gelöst werden (bei uns sieht es schlimmer aus), kann man jedem nur raten nach Lösungen zu suchen anstatt ständig anderen die Schuld zu geben. Die GEBAG betreibt dieses Projekt echt mit Leidenschaft. Der „Ausländeranteil“ beträgt 90% und es ist auch ein großes Ziel Gemeinsamkeiten zu schaffen und auch deutsche Mieter zu gewinnen.

Es werden Langzeitarbeilose gefördert,die die Gärten Mitbetreuen, der „Oberste Integrationsbeauftragte“ ist erst seit 2 Jahren in Deutschland und hilft bei den Beratungen und der Kommunikations zwischen den Nationalitäten und was ich besonders klasse fand: Das Vermieterbüro befindet sich mittig im Geschehen!

Ghettobildung sieht definitv anders aus und die Wohnungen sollen wirklich toll sein, ich habe u.a. etwas von Dachterassen gehört 😉

Ich freue mich auf den Gegenbesuch! LG nach Hochfeld

Melanie