Typhonium (sauromatum) venosum/Eidechsenwurz

Knolle eines Typhonium venosum. Achtung: Da wo die Spitze ist, ist oben! Also nicht verkehrt herum Eintopfen (ist mir nämlich auch schon passiert)!

Deutscher Name: Eidechsenwurz/Vodoolilie

Botanischer Name: Typhonium/Sauromatum venosum

Familie: Araceae – Aronstabgewächse

Herkunft:  Afrika und Asien

Habitus: Mehrjährige, krautige Pflanze mit ein bis zwei gefleckten, bis zu 100cm langem Blattstiel.

Meine Mutterpflanze!

Blätter:  Handähnliche, bis zu 50 cm breite Blätter je Stil. Meistens 2 manchmal auch mehrere pro Pflanze (je nach Knollengröße).

Büte: Warnung! So schön die Blüten sind, sie stinken erbärmlich nach…ach lest selber!

Die Knollen benötigen ca. 3-5 Jahre um zur Blüte zu kommen. Die Blüte erscheint vor den Blättern.

In diesem Stadium braucht die Knolle weder Wasser noch Erde und sollte nur sicher „fixiert“ werden, damit sie nicht umkippt.

Bestäubung durch: Aasfliegen! Die Pflanze stinkt nach vollem Katzenklo und/oder Gülle und die Fliegen fallen in Scharen darauf herein. Die Blüte stinkt bis zu 5 Tage!

Hinweis: Es gibt verschiedene Typhonium und die Variante: Typhonium venosum Indian Giant toppt den venosum um mehrere Nasenlängen! Der riecht nach verwesendem Tier und ist echt unangenehm!

Frucht: „Diskokugelähnliche“ Fruchtstände 😉

Reife Samen werden rötlich.

Vermehrung:  Die Pflanzen bilden mehrere Tochterknollen, die sich nach der Überwinterung bereitwillig von der Mutter ablösen lassen. Die Anzucht aus Samen funktioniert auch, kostet die Pflanzen aber immer viel Kraft und dauert länger bis die Pflanzen zur Blüte kommen.

Standort: Halbschattig in nahrhafter, nicht zu trockener Erde. Man kann die Pflanzen im Sommer auch in den Garten pflanzen und im Herbst wieder Herausholen. In milden Zonen ist sogar ein Auspflanzen möglich.

Bei uns hat es bisher gut geklappt: Ausgepflanzte Typhonium venosum.

Überwinterung: Einfacher gehts nicht! Die Knollen werden entweder Ausgebuddelt oder einfach mit Topf in eine dunkle, frostfreie Ecke gestellt und vergessen. Im Garten sollte man für ausreichend Winterschutz durch Blätter sorgen. Im Frühjahr treiben die Knollen irgendwann wieder aus. Die haben einen eigenen Rythmus, also nicht in Panik geraten, wenn sich „noch“ nichts regt,.

 

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