Schrebergartentagebuch Mai 2017! Die ersten 2 Jahre sind um

Man glaubt es kaum aber heute vor 2 Jahren ist uns unser Schrebergarten offiziell übergeben worden. Ich kann mein Glück eigentlich gar nicht fassen und danke dem Schicksal, dass es mir so viel Erde unter dem – grünen- Daumen und einen unglaublich tollen Mann an meiner Seite, der genauso viel Spaß am Gärtnern hat wie ich,  beschert hat. Aber kommen wir mal raus aus dem Schwärmen und zurück zu den Fakten rund um den Garten:

Die Eisheiligen sind vorbei, Hurraaa!

Ich gebs ja zu: Ich habe eh nicht bis zum 15. gewartet. Die Tomaten, Paprika und Zucchini stehen schon seit Wochen auf dem Balkon (auf dem sie echt 3 Grad überlebt haben) und sind schon etwas länger Ausgepflanzt. Heute gabs noch den Feinschliff und die letzten Verbuddelungen. Heute ist uns noch ein Olivenbäumchen zugelaufen, dass ich schon seit letzten Sommer in der Schnäppchenecke eines Baumarktes beobachte (50% runtergesetzt, es wollte einfach mit).

Aber alles der Reihe nach:

Paprika (Kübel Mitte), Stachelbeere (Kübel rechts) und Johannisbeere im Hintergrund warten auf ein erfolgreiches Beernten.

 

Wo vor Kurzem noch die Tulpen geblüht haben, übernimmt jetzt der Wollziest, die Iris und ein großer Fingerhut das Kommando.

Letztes Jahr als Schnäppchenpflanze erstanden: Schwarze Himbeere/Rubus idaeus ‚Black Jewel‘. Blüten gehen langsam auf. Die trägt wie Sommerhimbeeren an den Trieben vom Vorjahr.

 

Kartoffeln, Borretanezwiebeln, Süßkartoffeln, Schwarzwurzeln und und und….ich hab schon wieder vergessen wo ich was gesät habe, aber ich finde das bestimmt wieder. Das Beet ist auf alle Fälle voll.

 

Als wir unseren Weg angelegt haben, war uns die Entsiegelung der Flächen wichtig. Inzwischen nervte der „Wildbewuchs und was macht man dagegen? Stauden pflanzen! Ausführlicher Blogbeitrag folgt…..

Den Garten ins Gleichgewicht bringen!

Im ersten Jahr haben wir einfach nur beobachtet was wo gewachsen ist und hier und da mal etwas „Herumgeschnippelt“. Ich weiß noch wie ich das erste Mal an der Jostabeere geschnitten habe und meine bessere Hälfte Sorge hatte, dass ich zu wenig überlasse, so dass er keine Marmelade machen kann. Im 2. Jahr hat er selber die Säge geschwungen. Wir haben inzwischen alles verjüngt und bis auf die Jostabeere, die nach der Ernte komplett abgesägt und durch neue Jungpflanzen (ich habe ein Stecklingssyndrom: ich schneide immer Äste ab, stecke die in die Erde und es werden neue Pflanzen) ersetzt wird. Unser Wein treibt auch wieder aus und über den Rückschnitt von (Sommer-)Himbeeren habe ich gerade hier auf dem Blog einen Beitrag veröffentlicht. Die tragen das erste Mal auch richtig.

Durch meine Fachberater-Ausbildung, die ich -hoffentlich- mit erfolgreicher Prüfung im Juli erfolgreich abschließe habe ich sooooo viel gelernt, dass das Gärtnern einfacher und entspannter geworden ist.

Alles was im Garten zurückgeschnitten wird, bleibt auch im Garten und wird kompostiert. Das ist wirklich eine Herausforderung, die wir bis letztes Jahr nur durch Abtransport zum Betriebshof (immerhin umsonst) lösen konnten. Wer darf bleiben, wer ist Feind im Garten oder einfach nur „Kulturbegleitkraut“ und wie kriegen wir unsere Gartensecurity dazu sich um Störenfriede zu kümmern? Ökologisch Gärtnern ohne irgendwelche Hilfsmittel ist gar nicht so schwierig wie man denkt. Vorhin beim Gartenrundgang habe ich die Armee der Gepunkteten  (Marienkäfer) gesehen, die – wenigen- befallenen Rosenblätter (Sternrußtau) und Stockrosenblätter ( Malvenrost) abgezupft und im Restmüll entsorgt und dem Schachtelhalm (Indikatorpflanze für verdichtenen, nährstoffarmen Boden) ordentlich Luft an den Wurzeln beschert….bin auf den nächsten Gartenbesuch gespannt.

Und ansonsten?

Meine bessere Hälfte war auch schon megafleißig. Unsere Laube bekommt neue Fenster (Türen waren letztes Jahr schon dran) und wir haben wieder einen schönen Wasserzulauf im Garten.

Wir mussten unseren alten Wasserzulauf entfernen, weil der undicht war und wollten etwas zu unserem Garten passendes. Wer sucht, der findet. Die alte Pumpe ist nicht in Funktion sondern dient nur als „Schlauchhalter“. Passt doch in unseren Garten, oder?

Unsere Tomaten haben unter Dach -und mit Ziegeln umrahmt- die letzten kalten Nächte ohne Probleme überstanden und blühen schon.

Statt kaputter Scheiben und Holzrahmen gibt es jetzt was „kerniges“ aus Kunststoff: Die Aussicht bleibt die gleiche!

 

Unsere alten Holzfenster waren nicht nur undicht sondern auch kaputt. Jetzt gabs neue!

Nächstes Jahr werden wir unseren Teich vergrößern um mehr Lebensraum für unsere Molche, Rückenschwimmer, Libellenlarven und Co. zu schaffen. Die Fadenalgen machen denen momentan etwas das Leben schwer und es liegt einfach zu viel „Schlamm“ auf dem Boden. Die ersten Libellen haben schon ihre Eier abgelegt und man staunt immer wieder wie viel Leben in so einem kleinen Wasserloch ist.

Gestern hatten wir wieder einen Gartentag und ich habe etwas Herumgezupft. Mir ist letztens auf dem Flohmarkt eine Tafel zugelaufen und eine Kiste. Ich finde es immer schade die Pflanzen zu Kompostieren, also habe ich das Projekt: Pflanzen zu Verschenken gestartet und was soll ich sagen? 2 Mal habe ich nachgerupft und Aufgefüllt und viele Pflanzen haben einen neuen Platz gefunden. So macht Gärtnern noch mehr Spaß:

Zufälligerweise ist mir eine „Melanie-Kiste“ zugelaufen und ich habe einige Pflanzen statt auf den Kompost zu werfen an andere Schrebergärtner verschenken können. Das Projekt wird nächstes Jahr fortgesetzt

Unser Kräutergarten explodiert und wegen Überfüllung haben wir (bzw ich) jetzt Aufnahmestopp. Der erste Salbei/Tymiansirup ist schon gemacht, Oregano trocknet gerade…die Saison beginnt!

Die Gartensaison hat begonnen….wir lesen uns!

Liebe Grüße Eure

Melanie Schellack