Schrebergarten Februar 2019

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber der Hauch von Frühling kann von mir aus bleiben! Winter ade?

Wir haben unseren ersten Gartentag erfolgreich absolviert.

Unsere To-Do Liste

Als erstes haben wir die verblühten Stauden beschnitten und – wie es sich gehört- auf den Pflanzen liegen lassen. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern mit Schutz vor kalten Tagen und um den Nützlingen noch Unterschlüpfe zu bieten.

Da wird nur begrenzten Platz im Garten haben, ging es gestern wieder an unsere Spalierpflanzen. Die Feige ist eine echte Herausforderung und ich bin gespannt, ob sie diesen Rückschnitt auch gut verkraftet. Steckhölzer habe ich natürlich auch wieder gemacht, bei uns kommt ja nichts weg.

Unsere Indianerbananen haben auch diesen Winter gut überstanden und bis auf kleine Korrekturen stehen sie noch brav im Spalier!


Und es gibt auch wieder Knospenansätze. Mal gucken ob ich dieses Jahr als Bestäuberfliege erfolgreicher bin 😉

Ach ja und dann gibts da noch die Nervensäge….eine „schwarze Himbeere“. Die Früchte sind gigantisch lecker, aber die Pflanze ist echt eine Herausforderung.
Nicht nur, dass sie wächst wie sie will, sie hat auch Dornen und man weiß gar nicht wo man zuerst schneiden soll. Nach der Ernte schneidet man das alte „Gestrüpp“ raus und lässt einige neue Ruten für nächstes Jahr stehen. Erst sieht das auch noch ganz gut aus, aber dann legen die los und je mehr man schneidet umso mehr verzweigen sie sich. Letztes Jahr habe ich mal nicht geschnitten und siehe da….

wenn die Ruten den Boden berühren, bekommen sie fast sofort Wurzeln. Ok, dann wurzelt mal schön, wenn Ihr genügend Wurzeln habt, werdet ihr trotzdem beschnitten.

Apropos beschneiden: Letztes Jahr hat meine bessere Hälfte unseren gelben Sommerflieder ziemlich weit – fast bis auf den Stumpf- zurückgeschnitten und sich gewundert, warum der so groß war. Dieses Jahr habe ich ihm geraten nicht so stark zurückzuschneiden. Dann sollte der auch nicht wieder so gigantisch werden.


Meine bessere Hälfte hatte gestern den: Ich mache alle Töpfe leer-Tag. Meine verstorbene Strelitzie macht Platz für die Maulbeere und der eckige Mörtelkübel vor unseren Beeten war ihm auch ein Dorn im Auge. Ich wusste ja was da drin ist, als er angefangen hat zu Buddeln war seine Überraschung riesig. Wir sind letztes Jahr nicht zum Ernten unserer Tompinambur gekommen und haben das gestern nachgeholt. So viele kann man gar nicht essen…ich muss mir mal was einfallen lassen!


Ansonsten haben wir gestern gar nicht so viel gemacht. Der Garten ist noch absolut in Ordung und die paar Kulturbegleitkräuter, die wir gestern nicht erwischt haben, können ruhig noch etwas wachsen. Die sind später dran.

Was machen unsere Exoten?

Ein Frühlingsbote in unserem Garten ist unser Drachenwurz

dieses Jahr treibt er mit Verstärkung aus und hat sogar zwei Kindel an die Oberfläche gedrückt, die ich beim Zupfen und Blätter entfernen plötzlich in der Hand hatte. Ich bange zwar jedes Jahr wegen weiterer Fröste, aber bisher gehts ihm gut. Da er an einer schattigen, feuchten Stelle wächst und die Schnecken bei den Temperaturen auch schon unterwegs sind, habe ich sicherheitshalber etwas Schneckenkorn gestreut.

 

Madam Olive hat bisher auch alles gut überstanden und treibt teilweise schon vorsichtig wieder aus.

Für den ersten Gartentag im neuen Jahr reichts jetzt, oder? 😉