Projekt: Winterschutz für Exoten 2012 – Teil 1

Tag 1

Heute habe ich mit dem „Neubau“ begonnen und ich versuche einige Fehler, die ich beim letzten Mal gemacht habe zu verbessern.

Hier geht es zum  „alten“ Winterschutz!

1. Die  Dachlatten sind so gekürzt, dass die Folie an den Seiten umgeschlagen und innen angetackert werden kann. Warum?
Beim letzten Mal habe ich einfach drauf los getackert und nicht beachtet, dass an den Tackerstellen die Folie undicht wird und ihre „Luft“ verliert. Wasser dringt ein und das Holz wird nass.

2. Ich möchte das Häuschen zweiteilig bauen, möglich zum Drüberschieben von der Seite. Die erste Konstruktion war zwar sehr stabil, aber wir mussten sie mit zwei Personen über die Pflanzen kippen und dabei aufs Dach legen. Das hat sie die ersten beiden Jahre ohne Probleme überstanden, aber der Transport und die Handhabung waren mit zwei Personen gerade zu bewältigen (windig durfte es nicht sein).  Zweiteilig ist vielleicht einfacher?!

3. Wollte ich eigentlich mit Vario-Quick-Verbindern arbeiten, aber der Dachneigungswinkel passt nicht. Außerdem kommt noch dazu, dass ich breitere Dachlatten gekauft habe als die vom letzten Mal. Es gab nur die Stärke  in der 3 Meter Länge, die – mittig geteilt – genau mein Wunschmaß hatten. Die Vario-Quick-Verbinder sind aber nur für Dachlatten 24x48mmm.

Lieben Dank an den Mitarbeiter im Obi Bielefeld, Stadtring! Ich wollte die Dachlatten zuschneiden lassen, aber die Säge war gerade in Wartung. Der nette, junge Mann hat nicht lange gezögert und sie mir mit einer Stichsäge passend gemacht.  Sowas nenne ich:  Service, danke!

Bisher verarbeitet:
10 x 1,50m
2 x 2 Meter (hinten)
Und etliche Spaxe
Eine Sturmleine
1000 „Feindrahtklammern“ = Tackermunition
Materialkosten bisher ca:  20€

Die Dachlänge beträgt 1,70m mit kleinem Überstand. Bei der letzten Konstruktion habe ich auch auf einen Überstand verzichtet.  Der Überstand verhindert aber, dass das Wasser an der Folie herunter läuft, den Boden zusätzlich befeuchtet und damit die Fäulnisbildung der Latten beschleunigt.

Dieser Teil des Folienhauses wird direkt in der Dachlawinenschußlinie stehen, daher werde ich dort 3 Dachlatten verbauen.

Wie ich weiter vorgehe, weiß ich noch nicht. Ich hatte eigentlich geplant die Seiten ohne Querlatten zu konstruieren, damit man das Häuschen einfacher über die Pflanzen schieben kann.  Eben musste ich die Konstruktion aber schon stabilisieren, so dass es scheinbar ohne Querlatten doch nicht geht.

Mir fällt schon etwas ein und ich bin für jeden Tipp dankbar 😉

 

 

 

 

 

Tag 2
Nachschub Dachlatten:
6x 1,50m

6x 1,25m (fürs Dach – habe 2,50m Latten mittig zersägen lassen und schraube 2 Latten auf 1,70m zusammen)

Kosten ca. 13€
Insgesamt also jetzt: 33€

Ich habe umgeplant! Ich werde das Häuschen nicht von der Seite über die Pflanzen schieben, sondern von vorne und lasse jetzt die Rückwand offen bzw muss sie irgendwie „mobil“ verschließbar machen (von innen). Seite links bleibt auch offen, dort werde ich Häuschen Teil 2 anschrauben, Seite rechts wird dicht gemacht und an der Gitterstabmatte verschraubt.
Vorne habe ich zwei Querlatten befestigt, weil dort eine Lüftung eingebaut wird.

Ansonsten: es ist mal wieder schief und krumm, aber es ist sehr stabil. Ich konnte es alleine – fürs Foto – umstellen! Preis möchte ich ja eh nicht gewinnen, Hauptsache es hält! 😉

Tag 3

Bei der Folienanprobe habe ich festgestellt, dass ich mich wieder vermessen habe.  Ich habe die Breite der Balken nicht eingerechnet und somit kann ich die Folien nicht nach innen einschlagen. Noch ist es nicht zu spät!

Die vorderen und oberen Leisten wurden auf 1,40m Breite umgeschraubt – dann klappt es auch (halbwegs) mit der Folie, wie man hier sieht:

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinten ist aktuell noch offen.  Die seitlichen Latten habe ich nicht abgesägt, weil mir irgendwie die Idee kam, dass ich da mit dem Häuschen Teil 2 „andocken“ könnte.

Tag 4  und Teil 2 findet Ihr hier:

Fotos/Text: Melanie Schellack

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