Gartentagebuch November 2018

Jetzt ist es offiziell: Der Winter steht vor der Tür und es wird Zeit die Pflanzen einzuwintern.

Balkonüberwinterung

Neuer Balkon, neue Herausforderungen.Während andere schimpfen, wenn sie das Laub zusammenfegen müssen, ist die Verrückte aus der 1. Etage mit einer Kiste losgegangen und hat zu den 2 Säcken Laub, die sie eh schon geholt hat noch zusätzliches Laub gesammelt. Was macht die eigentlich damit?

Ok, ich könnte jetzt schreiben, dass ich das nur für die Nützlinge einsammel und weil es umsonst ist, aber das wäre ja fast sowas wie ein Geheimtipp.
Also ehrlich!


Die Antwort: Ich benutze es als Winterisolierung. Die kleinere Kiste dient als Isolierung gegen „kalte“ Füße.


Jetzt fehlt nur noch ein Schutz gegen Wind und Kälte. Ich habe eine Holzpalette vor die Kiste gestellt und die mit Vlies umwickelt. Auch meine Bank wurde mit verbaut. Die Pflanzen in der Nische (siehe Foto oben) stehen direkt auf dem Boden und mein Balkontisch dient als Wand. Auch die Ecke wurde mit Laub aufgefüllt. Fertig!

Die größte Herausforderung in diesem Winter wird die Sonneneinstrahlung. Der Balkon ist vollsonnig und einige Pflanzen sind immergrün. Das bedeutet, dass sie bei warmen Temperaturen mehr Wasser benötigen. Aber nur so viel, dass sie bei nächtlichen Minustemperaturen nicht an den Wurzeln einfrieren. schauen wir mal.


Laub im Garten

Gestern war ein schöner, aber doch sehr kalter, sonniger Tag und wir haben endlich die letzten Pflanzen eingepackt.

Unsere Feige war so nett und hat sich selbst mit einem kleinen Winterschutz versorgt. Wir haben das Laub nur etwas zusammengekehrt und um den Stamm angehäuft.


Unsere Banane wurde wieder ausgebuddelt, geköpft (mit den Blättern kann man übrigens was Leckeres kochen) und sicher und trocken verstaut. Man könnte sie auch draußen überwintern, aber dafür benötigt man wirklich sehr viel Laub und das Risiko ist höher als die Überwinterung in einem dunklen, kühlen Zimmer.


Alle Pflanzen, die etwas Frost vertragen stehen wieder in einer geschützten Ecke. Wie Ihr seht, bin ich ein Fan von Ecken-Überwinterungen. Die haben den Vorteil, dass der Frost nur von 2 Seiten „angreifen“ kann. Optimal sind solche Ecken, wenn sie die Pflanzen vor Ost- und Nordwind schützen. Ich habe gestern 4 große Säcke mit Laub von der Straße geholt und alles so dicht es geht um die Pflanzen drapiert.


Unsere Olive hat letztes Jahr schon gut überstanden und auch dieses Jahr haben wir wieder einen kleinen Winterschutz aufgebaut. An die Füße kommt wieder Laub und der Stamm wurde mit einem Kartoffelsack locker umwickelt.


Ansonsten sieht der Garten noch so aus, als hätte es noch kaum Frost gegeben. Der Rizinus hat zwar an einigen Stellen leichter Frostverglasungen, aber er steht noch wirklich gut da und die Kapuzinerkresse wuchert noch kreuz und quer durch den Garten. Die Inkagurke haben wir gestern auch zurückgeschnitten.


Apropos zurückgeschnitten

Wir hatten dieses jahr wieder so viele Weintrauben, dass wir sie gar nicht alle ernten konnten (und wollten). Wir haben sie einfach hängen gelassen und das hat nicht nur Wespen erfreut, auch die Bienen haben sich „durchgefuttert“.

Gestern hat meine bessere Hälfte angefangen den Wein etwas zu beschneiden und herausgekommen ist dabei das: Bis auf den Stock zurückgeschnitten (siehe Foto. Der Wein stand über dem Lavendel). Ich kam gerade vom Laubholen wieder und war zuerst sprachlos. Machen wir das Beste daraus!  Der Lavendel hat endlich Platz um sich in der Mitte auch zu verjüngen und umbringen kann man einen Wein so nicht. Starten wir neu und ziehen den gleich so hoch, dass man den vernünftig beernten und beschneiden kann.


Übrigens! Rechts im Bild steht eine Karamellbeere. Die hängt noch voller Beeren und man glaubt es kaum, aber die blüht auch noch. Ansonsten ist der Garten jetzt reif für den Winterschlaf.

Wie Ihr seht, sind wir faul, superfaul! Stauden und Verblühtes wird erst im Frühjahr zurückgeschnitten und das Laub bleibt wo es ist 😉